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Benachteiligungen für Migranten in Ausbildung und am Arbeitsmarkt beseitigen
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| 07.07.2008 |
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Menschen mit Migrationshintergrund haben es am oberösterreichischen Arbeitsmarkt besonders schwer. Der Wirtschaft geht dadurch großes Potenzial verloren. Um die Fähigkeiten der Migranten/-innen im Sinne einer "Win-Win-Situation" optimal zu nutzen, müssen die Anstrengungen um die Qualifizierung der Betroffenen deutlich erhöht werden. AK-Präsident Kalliauer fordert: "Migranten/-innen sollen verstärkt und nachhaltig Zielgruppe der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik werden."
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| In Oberösterreich leben rund 187.000 Menschen, die entweder im Ausland geboren wurden oder die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes besitzen. Insgesamt verfügen damit mehr als 13 Prozent aller Oberösterreicher/-innen über einen Migrationshintergrund. |
Geringere Karriere-Chancen
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| Viele dieser Menschen sind bei Bildung und Qualifizierung deutlich benachteiligt. Kinder mit migrantischem Hintergrund gehen deutlich öfter in die Hauptschule, in mittleren und höheren Schulen sind sie unterrepräsentiert und auch der Sprung vom Polytechnikum in eine Lehre gelingt ihnen deutlich weniger oft als anderen Bevölkerungsgruppen. Diese Defizite setzen sich im Lauf des Erwerbslebens fort, auch bei beruflicher Weiterbildung sind Migranten/-innen deutlich unterrepräsentiert. |
Perspektiven bieten
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| Die Arbeiterkammer fordert, dass endlich Politik gemacht wird, die den Betroffenen Perspektiven bietet. "In den vergangenen Jahren wurde die Migrationspolitik mehrmals reformiert. Genutzt hat es allerdings nur wenig", kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Das Land hat wenigstens ein Integrationsleitbild entwickelt, auf Bundesebene fehlen derartige Zeichen." |
| Konkret sollen zunächst die zu hohen Drop-Out-Raten der jugendlichen Migranten/-innen aus dem Bildungssystem reduziert werden. "ÖGB, BFI und Volkshochschule haben mit ihrem gemeinsamen Projekt 'Ich will mehr! erreichen im Beruf' den Versuch gestartet, zahlreichen jungen Migranten einen positiven Hauptschulabschluss oder den Einstieg in eine Lehre zu ermöglichen. Nur ein Beispiel, wie geholfen werden kann", sagt Kalliauer. |
Ausbildung und Kompetenzen anerkennen
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| Aber auch im Bereich der Erwachsenenbildung müssen Maßnahmen gesetzt werden. Kalliauer betont dabei die Notwendigkeit, die Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen zu erleichtern und auch informelle Kompetenzen anzuerkennen. Gerade für Letzteres hätten die oberösterreichischen Sozialpartner bereits ein Modell entwickelt. Schließlich seien aber auch die Unternehmen gefordert, ihre Mitarbeiter/-innen mit Migrationshintergrund in Ausbildungsmaßnahmen einzubinden, sagt Kalliauer: "Hier liegt großes Potenzial verborgen. Es muss nur genutzt werden – das bringt nicht nur den unmittelbar Betroffenen etwas, sondern uns allen!" |
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