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AK fordert: Zugang zur Gesundheitsvorsorge muss erleichtert werden
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| 05.08.2008 |
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Die Umfrage "Gesundheitsvorsorge- und Verhalten von Männern und Frauen in Oberösterreich" hat gezeigt, dass nur jede/-r Zweite die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung nützt – das ist immer noch zuwenig! Der Grund dafür liegt zum Teil in Hürden, die den Zugang zur Gesundheitsvorsorge erschweren. Die AK fordert, diese Hürden rasch zu beseitigen.
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Für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer, den Auftraggeber der Studie, ist klar: "Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher wünschen sich mehr Prävention. Diese muss als gleichwertige Gesundheitsleistung neben der kurativen Medizin (auch so genannte 'Reparaturmedizin' genannt) anerkannt werden."
Dabei ist vor allem wichtig, dass sozial Schwächere auch davon profitieren. Das Gesundheitsministerium soll ein Einladungssystem entwickeln, in dem besonders diese Bevölkerungsgruppe leichter in die Vorsorge integriert werden kann. Auch müssen zum Beispiel Folder mehrsprachig und in leicht verständlicher Sprache aufgelegt werden.
Um den Zugang zur Vorsorge zu erleichten, sind außerdem bestimmte Rahmenbedingungen notwendig: Fixe Termine ohne Wartezeiten, Erreichbarkeiten durch öffentliche Verkehrsmittel, Ordinationszeiten, die mit dem Job koordinierbar sind. Diese Angebote wirken viel besser – wie die Studie zeigt - als Hochglanzbroschüren, wie z.B. der Gesundheitspass, den niemand kennt. |
Vorsorgepolitik braucht neue Art der Finanzierung
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"Wenn wir die Beteiligung der Bevölkerung an der Vorsorgeuntersuchung nachhaltig erhöhen wollen, ist die Präventionspolitik auf neue Finanzierungsbeine zu stellen", weiß Kalliauer. Er hat auch schon einen konkreten Vorschlag für die Finanzierung: "Die Tabaksteuer muss für Prävention und Gesundheitsförderung zweckgebunden werden."
Eine zukünftige Ausrichtung der Gesundheitsvorsorge hat neben der medizinischen Komponente auch die Arbeitswelt sowie die Wohnsituation zu berücksichtigen. Derzeit werden in nur 36 Prozent der Vorsorgeuntersuchungen die beruflichen Belastungen und in lediglich 12 Prozent der Fälle das jeweilige Wohnumfeld angesprochen. Aber: Das Wissen um die Bedeutung der Arbeitsplatzsituation für die Gesundheit der Menschen setzt sich zunehmend durch: Fast alle Befragten sind der Meinung, dass die Arbeitswelt etwas zur Gesundheit beitragen kann und fast 60 Prozent sind der Meinung, dass in diesem Bereich noch zu wenig getan wird.
Präsident Kalliauer bezieht sich noch auf einen anderen Bereich der Studie: "Wir beobachten schon längere Zeit, dass immer mehr Menschen krank zur Arbeit gehen. Mit dieser Befragung haben wir auch erstmals erschreckende Zahlen für Oberösterreich. Ich fordere daher die Betriebe im Bundesland auf, Krankenstände nicht länger zu kriminalisieren." |
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