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AK-Test: Sushi  

06.08.2008
Nichts für empfindliche Mägen: Fast die Hälfte der getesteten Sushi Proben ungenießbar
Der jüngste Test der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt: Roher Fisch in Form von Sushi oder Maki ist nichts für empfindliche Mägen. Neun Angebote aus dem Großraum Linz wurden untersucht, vier mussten als für den Verzehr ungeeignet bewertet werden. Eine Probe war sogar gesundheitsschädlich. Kinder, ältere Personen und Schwangere sollten generell die Finger von Sushi und Maki lassen!

Die Testergebnisse samt Adressen der getesteten Restaurants und Supermärkte bieten wir Ihnen als Download an (pdf/14 kb).

Der jüngste Test der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt: Roher Fisch in Form von Sushi oder Maki ist nichts für empfindliche Mägen. Neun Angebote aus dem Großraum Linz wurden untersucht, vier mussten als für den Verzehr ungeeignet bewertet werden. Eine Probe war sogar gesundheitsschädlich. Kinder, ältere Personen und Schwangere sollten generell die Finger von Sushi und Maki lassen!

Im Labor wurde das seit Jahren beliebte japanische Essen auf Frische, Aussehen und Geruch sowie die Belastung mit Keimen untersucht. Neben mangelnder Frische und deutlich bemerkbarem Geruch war vor allem der erhöhte Gehalt an Fäkalkeimen und Staphylokokken bedenklich. Letztere sind neben Salmonellen die häufigste Ursache für Lebensmittelvergiftungen. Darüber hinaus wurden Milchsäurebakterien und Hefen nachgewiesen. Die Keime sind vermutlich durch fehlende Hygiene im Umgang mit den Zutaten in Sushi und Maki gelangt.

Leider keine Ausnahmen

Die Auswirkungen des verdorbenen Sushi auf die Gesundheit sollten nicht unterschätzt werden. Im Fall der gesundheitsgefährdenden Probe kann es vor allem bei Kindern oder älteren Menschen zu Durchfall, Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen oder sogar Fieber kommen.

"Die Ergebnisse der aktuellen Stichprobe sind leider keine Einzelfälle", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "In den vergangenen drei Jahren haben die Untersuchungen immer wieder ähnliche Ergebnisse gebracht. Wer nicht von Sushi, Maki und Co. lassen will, braucht großes Vertrauen und eine zuverlässige Einkaufsquelle."

Die AK rät, sich beim Kauf zu vergewissern, dass das Sushi täglich frisch zubereitet wird. Das gilt vor allem für die Angebote in Supermärkten. Wer "take away" kauft, sollte es unbedingt kühl transportieren und am gleichen Tag essen. Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit empfindlichem Magen sollten angesichts der festgestellten Mängel auf Sushi und Maki verzichten. Für Schwangere ist Sushi generell Tabu: auch bei einwandfreier Verarbeitung könnten Keime im rohen Fisch das Ungeborene gefährden. Das gilt nicht bei durcherhitztem Fisch!


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