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4. Präsentation

Es handelt es sich dabei um einen Kurzvortrag zu einem vorgegebenen Thema (meistens mit Hintergrundinfos, seltener nur per Stichwort). Die Zuhörer sind in der Regel die Assessment Center-Beobachter/-innen, manchmal auch die Mitbewerber/-innen.

Bei der Präsentation geht es darum, das Thema in der zur Verfügung gestellten Zeit inhaltlich zu erfassen und dem Publikum in einem möglichst guten Vortrag zu präsentieren. Möglich sind Präsentationen aus dem Stegreif genauso wie Vorträge mit 5 - 15 Minuten Vorbereitungszeit. Die Ausnahme sind ausführliche Präsentationsformen mit mehrstündiger Lese- und Aktenarbeit im Vorfeld.

Was wird beobachtet?

Es gelten die selben Kriterien wie bei der Gruppendiskussion, besondere Berücksichtigung finden aber vor allem das sprachliche Ausdrucksvermögen, die rhetorischen Fähigkeiten, die Selbstsicherheit, die Strukturierung des Vortrags, die persönliche Ausstrahlung und Ihre Überzeugungskraft.

Ihre Vorgehensweise

  • Stoffsammlung
    Schreiben Sie einfach alles auf, was Ihnen zum Thema einfällt.
  • Einleitung
    Die ersten Sätze sind für die weitere Aufmerksamkeit der Zuhörer/-innen entscheidend. Empfehlenswert ist die Verwendung aktueller Bezüge aus dem Tagesgeschehen, von Schlagworten, berühmten Zitaten, witzigen Anekdoten oder von Provokationen! Verwenden Sie aber nicht zu viel Zeit für die Einleitung.
  • Hauptteil
    Für manche Themenstellungen bieten sich Pro/Kontra-Erörterung an, das heißt: These (Argumente pro) - Antithese (Argumente kontra) - Synthese (Entscheidung, ggf. Kompromiss).
    Bei betriebswirtschaftlichen Fallstudien sollten Sie versuchen, folgende Fragen zu klären:
    Worin besteht das Problem?
    In welcher Situation befinden wir uns?
    Welche Lösungswege sind denkbar?
    Wo gibt es bereits Erfahrungswerte?
    Für welchen Lösungsweg treten Sie selber ein? Warum?

    Im Hauptteil geht es vor allem um eine nachvollziehbare Argumentation. Werden Sie dabei möglichst konkret und belegen Sie abstrakte Argumentationen mit möglichst konkreten Beispielen.
  • Schluss
    Achten Sie auf einen knappen und prägnanten Abschluss. Unterhalten Sie Ihr Publikum bis zum Ende in witziger und provokanter Weise.

Frei sprechen

Verwenden Sie niemals einen vorher niedergeschriebenen Text! Es geht vor allem um das freie Sprechen.

Gelungene Vorträge beinhalten meist mehrere der folgenden Punkte:

  • Humor - Provokationen - Anekdoten
  • Anschauliche Sprache - Visualisieren - Bilder und Metaphern
  • Didaktische Hilfsmittel (Tafelbilder, Overhead, Flipchart)
  • Unterstreichende Gestik - deutliche Aussprache
  • Miteinbeziehen des Publikums - Augenkontakt - direktes Ansprechen
  • Rhetorische Mittel: inszenierte Pausen - gewollte Wiederholungen - rhetorische Fragen etc.

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