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Ungerechte Einkommensverteilung
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Wenig Lohn trotz Vollzeit
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| Trotz ganzjähriger Vollzeitarbeit verdienten im Jahr 2006 16.100 in Oberösterreich wohnende Arbeiter/-innen und Angestellte weniger als 1.000 Euro brutto monatlich (14 mal pro Jahr). Drei Viertel davon sind Frauen. Während rund 13 Prozent der Frauen (20 Prozent der Arbeiterinnen, rund 10 Prozent der weiblichen Angestellten) für weniger als 1.000 Euro monatlich ein Jahr lang Vollzeit arbeiten, sind es zwei Prozent der Männer. Insgesamt sind 5,3 Prozent aller in Oberösterreich ganzjährig Vollzeit beschäftigen Arbeitnehmer/-innen betroffen (Quelle: Lohnsteuerstatistik, Sonderauswertung Statistik Austria, AK-Berechnungen). |
Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe?
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| Ständig wird so getan, als müsste bei den Löhnen und Gehältern gespart werden, um die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu sichern bzw. zu verbessern. Tatsächlich sinken die für internationale Vergleiche relevanten Lohnkosten pro erzeugter Ware (Lohnstückkosten) seit Jahren. Und aufgrund der starken Auslandsnachfrage entwickeln sich unsere Exporte prächtig. Ursache für die in den letzten Jahren immer wieder schwächelnde Wirtschaft ist daher nicht die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, sondern die aufgrund mangelnder Inlandskaufkraft fehlende Konsumnachfrage. |
Kaufkraft stärken, Wachstum fördern
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| Lohnerhöhungen müssen über das Ausmaß der Preissteigerung hinausgehen, wenn die im Vergleich zum Vorjahr höheren Produktionsergebnisse je Erwerbstätigem (Produktivität) nicht zur Gänze den Unternehmen als Gewinn geschenkt werden sollen. Nur eine Politik, die Löhne und Gehälter endlich als Kaufkraft, als Konsumnachfrage, begreift, wird nachhaltig die Konjunktur stabilisieren und die Arbeitslosigkeit senken. |
Die Arbeiterkammer OÖ fordert daher:
- Stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer/-innen am wachsenden Wohlstand durch an der Produktivität orientierte kräftige Reallohn- und Gehaltssteigerungen
- Mindestlohn von 1.000 Euro rasch und flächendeckend umsetzen
- Umsetzung gleicher Lohn für gleiche/gleichwertige Arbeit
- Öffentliche Aufträge an Erfolge betrieblicher Gleichstellung knüpfen
- Deutliche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen (z. B. Anhebung der Negativsteuer, also der "Steuergutschrift" für Kleinverdienende)
- Individueller Rechtsanspruch auf eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung mit hohen Qualitätsstandards und fairen Elternbeiträgen
- Qualifizierungsoffensive: mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik und Qualifizierung insbesondere von Frauen, Migranten/-innen, Jugendlichen und Ältere
- Bedarfsorientierte Mindestsicherung auf einem existenzsichernden Niveau
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