Fairer Umgang mit Mensch und Tier

Billige Kleider und Geräte kaufen wir meist auf Kosten der Menschen in den Entwicklungsländern, die oft unter unwürdigen Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden. Das muss nicht so sein! Wir können durch faires Konsumverhalten zu verantwortungsbewusstem Umgang mit Rohstoffen und Produkten beitragen.

In der Infobox finden Sie Einkaufsführer mit Fairtrade-Produkten bzw. Firmenlisten.

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Fairer Handel

Wer Waren mit dem "Fairtrade"-Gütesiegel kauft, kann sich darauf verlassen, dass arbeitsrechtliche und ökologische Mindeststandards eingehalten und kontrolliert werden, z.B.:

  • Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit

  • Einhaltung von sozialen Mindeststandards (z.B. bei Lohn und Arbeitszeit)

  • Förderung von sozialen Projekten

Fairtrade fördert gezielt Kleinbauern, die sich in Genossenschaften organisiert haben. Neben Lebensmitteln gibt es auch Kleider und handwerkliche Produkte mit dem Fairtrade-Gütesiegel. Wo Sie diese Produkte erhalten, finden Sie im Einkaufsführer unter www.fairtrade.at

"Clean Clothes" – Kleidung ohne Leiden

Von einem Sportschuh, der im Handel um 100 Euro verkauft wird, gehen nur 0,4 Prozent des Preises als Lohn an die Arbeiterinnen oder Arbeiter in den Erzeugerländern. Um kritischen Kleiderkauf zu erleichtern, hat "Clean Clothes" einen Einkaufsratgeber (pdf/1399 kb)herausgegeben.

Ökotextilien in Österreich

Ökotextilien sind hautfreundlicher, ökologischer oder fairer produziert als konventionelle Textilien.
Wo Sie diese Mode bekommen und welche Kriterien und Labels es dazu gibt, finden Sie unter www.umweltberatung.at.

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Mit gutem Gewissen Spielzeug schenken

Fast die Hälfte der bei uns erhältlichen Spielwaren kommt aus China. Niedrigstlöhne, geringer Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie illegale Kinderarbeit bei der Herstellung von Spielzeug sind dort oft noch Realität.

Ein verbindliches Gütesiegel, das garantiert dass soziale Standards eingehalten werden, existiert nicht.
Zumindest was Material, Produktion, sicheren Gebrauch und Entsorgung betrifft, können sich Konsumenten/-innen an der roten „spiel gut“ Plakette orientieren. Weiterführende Informationen dazu finden Sie unter www.spielgut.de

Die Aktion „fair spielt“ bietet darüber hinaus unter www.fair-spielt.de eine aktuelle Liste an, die darüber informiert, welche Firmen bei ihren chinesischen Lieferanten die Umsetzung des Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielzeugindustrie überprüfen.

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Blumen fair schenken

Ein bunter Blumenstrauß bereitet Freude in der grauen Winterzeit. Immer mehr kritische Konsumenten fragen vor dem Kauf aber zurecht nach der Herkunft der Blumen. Denn so manche Rose wird unter menschenunwürdigen und umweltzerstörenden Bedingungen hergestellt. Die Konsumentschützer der AK helfen, sich am Markt zu orientieren.

Bei uns verkaufte Blumen stammen zu einem kleinen Teil aus Europa, zum größeren Teil aber aus Überseeländern wie Ecuador, Kolumbien, Kenia, Tansania oder Simbabwe. Auch einheimische Produzenten bieten Rosen an. Studien zeigen, dass die Energiebilanz für eine ganzjährige Produktion von Schnittblumen zugunsten der Länder des Südens ausfällt. Der Transport aus Übersee zu uns verbraucht weniger Energie als das Belichten und Beheizen der Gewächshäuser in Europa in der kalten Jahreszeit.

Auf Großplantagen der Überseeländer herrschen aber häufig menschenunwürdige und umweltbelastende Produktionsbedingungen. Fehlende Mindeststandards bei Arbeitsrechten und Umweltbelastung in den Ländern des Südens machen auf Dauer auch Druck auf die Arbeitnehmer und die Umweltsituation bei uns.

Deshalb haben Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften einen internationalen Verhaltenskodex für die Schnittblumenproduktion entwickelt, das sogenannte "Flower Label Program" (FLP). Blumenproduzenten, die ein Gütesiegel nach dem Flower Label Program erhalten wollen, müssen Mindeststandards, wie das Verbot von Kinderarbeit, geregelte Arbeitszeiten, existenzsichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Gesundheitsschutz und den verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen einhalten. Ca. 60 Schnittblumenproduzenten in Lateinamerika und Afrika exportieren Blumen mit dem FLP-Gütesiegel.

In Oberösterreich haben Mitarbeiterinnen der AK-Konsumenteninformation 15 Blumenhändler ausfindig gemacht, die ganzjährig Blumen mit dem FLP-Gütesiegel anbieten. Eine Liste der Blumenhändler (pdf/14 kb) bieten wir Ihnen als Download an.

Der Preis für Rosen und andere Schnittblumen aus nachhaltiger Produktion ist durch das Gütesiegel nicht höher als der anderer Blumen. Gründe sind die niedrigeren Produktionskosten und ein reduzierter Zwischenhandel.

Die Organisation FAIRTRADE bietet in ihrem Sortiment auch fair gehandelte Rosen an, die über Supermarktketten vertrieben werden. Mit dem Kauf dieser Blumen trägt jeder Konsument zur Förderung einer sozialverträglichen und nachhaltigen Produktionsweise bei.

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Pelz - Tierleid für die Schönheit?

In der EU sterben jährlich rund 30.000 Versuchstiere: Die Kosmetikindustrie benutzt sie, um Inhaltsstoffe von Kosmetika auf ihre Verträglichkeit zu testen. Auf diese Tests könnte man aber leicht verzichten, da ohnehin rund 8.000 bereits getestete Inhaltsstoffe zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es Prüf- und Untersuchungsverfahren, die Tierversuche ersetzen, reduzieren oder zumindest Tierleid vermindern.

In der Infobox finden Sie eine Liste mit Firmen, die ohne Tierversuche auskommen.

Pelz

Weltweit werden Millionen Wildtiere (z.B. Nerze) unter grausamen Bedingungen gezüchtet, um ihre Felle als Pelzmantel oder "schickes" Accessoire teuer zu verkaufen. Die Tiere fristen in winzigen, oft überfüllten Käfigen ihr Dasein. Da die Käfige meist aus Drahtgitter sind, verletzen sich die Tiere ihre empfindlichen Pfoten. Brutal ist Dokumentationen zufolge der Tötungsvorgang: die Tiere werden mit großer Wucht zu Boden geschleudert, um sie bewusstlos zu machen. Noch immer lebend werden die Tiere aufgehängt und gehäutet.

Geschäfte, in denen Sie pelzfrei einkaufen können, finden Sie auf einer "Weißen Liste" der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" (siehe Infobox).

Textil-Handelsketten und Geschäfte ohne Pelz

Adessa, Bonita, C&A, Calzedonia, Cecil, Deichmann, Delka, Diesel, Eduscho, Esprit, Fürnkranz (ab 2007), Gazelle, Gloriette, H&M, Huber, Humanic, Intersport, Mango, Marc O'Polo, Mexx, Neckermann, New Yorker, Orsay, Otto Versand, Palmers, Peek&Cloppenburg (ab 2007), Pimkie, Promod, Quelle, Replay, Schöps, Sisley, s'Oliver, Spar, Stiefelkönig, Street One, Takko, Tally Weijl, Timberland, Triumph, Turbo Schuh, Turek (ab 2007) Universal Versand, Vero Moda, Vögele Shoes, Wolford, Zara, Zero, ...

Die vollständige Liste finden Sie unter www.vier-pfoten.at/pelzfrei

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Fischkonsum

Als Konsumenten/innen können Sie dazu beitragen, dass es weder zu Überfischung noch zu einer Zerstörung von marinen Lebensräumen kommt. Der von Greenpeace zusammengestellte Fisch-Einkaufsratgeber soll helfen, gefährdete Fischarten zu meiden. Einige Supermärkte haben bereits Schritte zur Verbesserung ihres Fischeinkaufs gesetzt.

In der Infobox finden Sie eine Rangliste österreichischer Supermarktketten hinsichtlich der Nachhaltigkeitspolitik bei ihrem Fischeinkauf.

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