Orientierungshilfen

14 - was nun?

In der 8. Schulstufe muss überlegt werden:
Plant man den Einstieg in einen Lehrberuf oder besteht Interesse am Besuch einer weiterführenden Schule?

Folgende Informationsquellen sind bei der Orientierung und für die Entscheidung hilfreich:

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Schüler- und Bildungsberatung

Ab der 5. Schulstufe stehen den Schülern sowie den Eltern an allen Schulen Schülerberater (an Hauptschulen, Gymnasien, Bildungsanstalten für Kindergärtner bzw. für Sozialpädagogen) bzw. Bildungsberater (an Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen) zur Verfügung.

Aufgaben
  • Information = Orientierungshilfe, Entscheidungsvorbereitung Info über weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten, Ausbildungsalternativen, Eingangsvoraussetzungen und Abschlussqualifikationen von Bildungsgängen im Rahmen von Klassenvorträgen, Elternabenden, Einladung von ExpertInnen, Exkursionen, Betriebserkundungen, Weitergabe von Informationsmaterial.

  • Individuelle Beratung Sowohl Laufbahnfragen oder auch persönliche Probleme (zB Lern- oder Verhaltensschwierigkeiten) betreffend.

Kontakt

Die Namen der Schüler- bzw. Bildungsberater kann man zB. beim Klassenvorstand, in den Schuldirektionen oder auch bei den jeweiligen Schulbehörden (Bezirksschulrat für die Pflichtschulen, Landesschulrat für alle Schulen) erfragen.
Auf entsprechende Infos in der Schule ist zu achten (Schwarzes Brett mit Namen und Sprechstunden, etc.) Darüber hinaus gibt es in allen Bundesländern Arbeitsgemeinschaften der Schüler- bzw. Bildungsberater (Hauptschule: meist in jedem Bezirk; ansonsten Landesarbeitsgemeinschaften)

Nähere Auskünfte

Schulpsychologie-Bildungsberatung beim Landesschulrat für OÖ www.lsr-ooe.gv.at

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Berufsorientierung - Berufsinformation (BO)

Lehrplanmäßig sind für die 7. und 8. Schulstufe (HS sowie AHS-Unterstufe) insgesamt 32 Wochenstunden Berufsorientierung verpflichtend vorgesehen.
Der Unterricht kann entweder integrativ (eingebaut im herkömmlichen Unterricht in den verschiedenen Gegenständen) oder als eigenständiges Fach angeboten werden. Außerdem ist es möglich die BO-Stunden für Schulveranstaltungen (zB Betriebsbesuche, Exkursionen) zu blocken.

Vor der Einführung als Pflichtgegenstand („verbindliche Übung“ - VÜ) wurde die BO häufig als „Unverbindliche Übung“ (UÜ; vornehmlich im Hauptschulbereich) durchgeführt. Manche Schulen führten dieses Zusatzangebot fort (sofern es nicht zu weiteren Kürzungen im Schulbereich bzw zu anderen Schwerpunktsetzungen kam), manche Standorte haben die BO sogar zum Themenschwerpunkt gemacht.

Hinweis

Berufliche Orientierung kann auch im Rahmen der „Berufspraktischen Tage“ an Hauptschulen bzw im Rahmen der „Berufspraktischen Wochen“ (9. Schulstufe; Polytechnische Schulen) gewonnen werden. Außerdem ist die BO nicht zu verwechseln mit der "Schüler- und Bildungsberatung“, wenngleich in der Praxis die BO-Lehrkräfte häufig identisch sind mit den Schüler- bzw. Bildungsberatern an den Schulen.

Tipp

Klicken Sie den Schulführer des Landesschulrats OÖ (Online-Version) an. Auf der erscheinenden Suchmaske tippen Sie den gewünschten Schultyp (zB Hauptschule, AHS, ... ) sowie das Schlagwort „Berufsorientierung“ ein. Sie erhalten eine Auflistung von Schulen, welche die BO als Angebotsmerkmal hervorheben.

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Berufspraktische Tage/Woche

Neben der in der 7. und 8. Schulstufe vorgesehenen verbindlichen Übung Berufsorientierung können in HS als auch in der AHS zusätzliche berufsorientierende Maßnahmen durchgeführt werden. Dazu gehören unter anderem die Berufspraktischen Tage.

Die Berufspraktischen Tage (BPT) sind eine schulautonome Veranstaltung und dienen der Ergänzung des Unterrichts durch unmittelbaren, anschaulichen Kontakt zum wirtschaftlichen Leben – zB mittels Betriebserkundungen, Veranstaltungen zur Vermittlung einer praxisnahen Berufsorientierung oder anderen Begegnungen mit der Arbeitswelt (Exkursionen in Betriebe, Besuch von thematisch passenden Veranstaltungen, ... ) und sollen auch eine Vertiefung der Lehrinhalte ermöglichen.

Zielsetzung

Natürlich hängt die Zielsetzung der BPT vom jeweiligen Schultyp ab. In der Hauptschule und in der AHS-Unterstufe geht es zB um erstmalige Begegnungen mit der Arbeits- und Berufswelt, um das Kennenlernen von Berufsbildern, um die Ergänzung des verpflichtenden Berufsorientierungs-Unterrichts (in der 7. bzw 8. Schulstufe), um einen Baustein im Rahmen des Berufswahlentscheidungsprozesses.

Achtung

Die BPT sollen den SchülerInnen zwar Einsicht in den Betriebsalltag liefern, es besteht jedoch weder Arbeitsverpflichtung noch Arbeitszeitregelung, sowie keinerlei Weisungsrecht des Betriebsinhabers. Es geht also NICHT um Probearbeit, sondern um ein erstes Hineinschnuppern der Schüler im Rahmen der Pflichtschulausbildung.

Zeitrahmen

Das Gesetz sieht einen Rahmen für Dauer und Anzahl ein- und mehrtägiger Schulveranstaltungen vor. In dieser Regelung sind auch die BPT erfasst. Für die 5. bis 8. Schulstufe sind je Schulstufe bis zu 9 Veranstaltungen unter 5 Stunden und bis zu zwei Veranstaltungen über 5 Stunden möglich. Darüber hinaus können insgesamt bis zu 28 Tage für so genannte „Mehrtägige Schulveranstaltungen“ eingeplant werden.

Nähere Infos

Nähere Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen zu den Berufspraktischen Tagen und Wochen sowie praktische Tipps erhalten Sie in der AK-Brochüre „Berufspraktische Woche/Tage“.
Erhältlich unter der Telefonnummer 050/6906-2372 DW.

Hinweis

Soweit die einzelnen Schulstandorte spezielle Berufsorientierungsangebote sozusagen in ihre Beschreibung stellen, sind sie unter Schlagwörtern wie "Berufsorientierung" im Online-Schulführer des Landesschulrates OÖ rasch auffindbar.

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Future 2 Go - Orientierungsworkshops der AK

Die AK OÖ unterstützt mit "Future 2 Go" (= kombiniertes Testungs- und Beratungsangebot der AK OÖ) Jugendliche in ganz Oberösterreich bei der Berufsorientierung und der Wahl ihres Ausbildungsweges.

Inhalt und Ablauf:

  1. Interessen und Potenziale feststellen (Dauer: ein Vormittag) Berufliche Interessen und Fähigkeiten werden mittels eines Leistungs- und Interessensprofils erhoben. Ebenso werden die sprachliche Kompetenz, die rechnerischen Fähigkeiten, räumliches Denken, Merkfähigkeit, technisches Verständnis und Handgeschick getestet.

    nach 1 Woche:
  2. Weiterführender, begleitender Workshop (Dauer: 2 Stunden) Interessen, Fähigkeiten und Stärken werden auf spielerische Art erarbeitet.

  3. Einzelgespräche (Dauer: 15 Minuten) Einzelgespräche mit Psycholog/-innen über die persönlichen Interessen und Potenziale inkl. Übergabe der Auswertungsergebnisse.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich vorrangig an Schulklassen der 4. Hauptschule. Die Anmeldung erfolgt in diesem Fall durch die Schule (Lehrkraft).

Individuelle Termine mit einzelnen Schüler/-innen sind auf Anfrage möglich.

Termine

Test- und Workshoptermine werden bereits ab Ende September 2008 in der AK Linz und den AK-Bezirksstellen Braunau, Freistadt, Gmunden, Ried, Steyr und Vöcklabruck angeboten.

Anmeldung

Tel.: 050/6906-2652 DW
E-Mail: bildungsinfo@akooe.at - Kennwort: „Future 2 Go“

Melden Sie bitte Ihre Schulklasse rechtzeitig an, denn die Anzahl der Workshoptermine ist begrenzt!

Kosten

Das Angebot ist kostenlos.

Gefördert wird „Future2Go!“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und dem Europäischen Sozialfonds.

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Berufsinformationsmesse (BIM)

Die nächste Berufsinformationsmesse findet statt vom 14. bis 17. Oktober 2009 am Messegelände Wels
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