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Arbeitszeit im Interesse der Menschen
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- Eine Flexibilisierung, die nur auf die Abschaffung von Überstunden-Zuschlägen abzielt, ist nichts anderes als Lohnkürzung durch die Hintertür.
- Eine Flexibilisierung die nur auf die Erhöhung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit abzielt, ist ein sozialpolitischer Rückschritt ins vorvorige Jahrhundert.
- Eine Flexibilisierung, die auf die dauernde Verfügbarkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abzielt – Arbeit auf Abruf und Heimschicken auf Knopfdruck – ist menschenfeindlich.
Nein zu einer Flexibilisierung, die den Druck auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhöht, einen immensen Lohnraub darstellt und obendrein beschäftigungspolitisch untauglich ist!
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Die Arbeiterkammer fordert daher:
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| Ja zu einer Flexibilisierung, die an den Lebensbedürfnissen der Menschen anknüpft! |
- Im Vordergrund stehen Zeitwohlstand, Gestaltbarkeit und Planungssicherheit
- Schutz vor überlangen Arbeitszeiten, Abbau regelmäßig geleisteter Überstunden,generelle Arbeitszeitverkürzung
- Einschränkung von unsozialen und belastenden Arbeitszeiten (wie Wochenendarbeit, Nachtarbeit, überlange Tagesarbeitszeit)
- Verlässliche Arbeitszeiten (statt kurzfristiger, ungleichmäßiger Arbeitseinteilung)
- Individueller Anspruch auf "weniger Arbeit" (Anspruch auf verschiedene Varianten von Teilzeit, Karenzierungen, Sabbaticals),Prinzip der Freiwilligkeit mit Rückkehrrecht zur vorherigen Vollzeitbeschäftigung
- Recht auf Bildungszeiten
- Angebote zur kalkulierbaren Arbeitszeitverlängerung für Teilzeitbeschäftigte (statt Zerstückelung der Arbeit in ganz kurze Arbeitszeiten und geringfügige Beschäftigung)
- Mehrarbeitszuschläge bei Teilzeit
- Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich Lage und Dauer der Arbeitszeit
Ja zu einer wirksamen Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit, daher: Steigerung der Kaufkraft, eine echte Aus- und Weiterbildungsoffensive, öffentliche Infrastrukturinvestitionen.
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