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| Die Arbeiterkammer warnt vor einem weiteren Rückzug des Staates aus der Bildung. Sie will mehr Chancengleicheit in der Schule. Letztlich wäre es auch klug, Kinder nicht nach dem Einkommen der Eltern aus dem Bildungssystem herauszufiltern. Österreich braucht sämtliche Begabungen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. |
Die Forderungen der AK:
- Förderung direkt in der Schule – statt Auslagerung der Kosten auf die Familien: Überfällig ist nach Auffassung der Arbeiterkammer ein verpflichtendes Vorschuljahr. Die SchülerInnen müssen ein Recht auf individuelle Förderung haben, sowohl die guten als auch die schwachen. Nötig dazu ist auch eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen und der Aufbau eines flächendeckenden Angebots an ganztägiger Betreuung mit sozial gestaffelten Elternbeiträgen. Und die AK will automatisches Aufsteigen mit einem Nicht genügend in Kombination mit einem individuellen Förderkonzept. In der Oberstufe soll ein Kurssystem eingeführt werden, wodurch es auch keine Klassenwiederholungen mehr geben muss.
- Anhebung der Schülerbeihilfe: Die AK fordert für 2007 eine Anhebung der Beihilfen um mindestens 14 Prozent, damit zumindest der reale Wert des Jahres 2000 wieder erreicht werden kann. Damit in Zukunft mehr Familien Schülerbeihilfe bekommen, verlangt die AK außerdem, dass der Bezug bereits ab der neunten Schulstufe möglich sein muss – also ab der ersten Klasse einer berufsbildenden Schule oder AHS-Oberstufe. Die AK fordert außerdem, dass Beihilfen ausschließlich auf Grundlage des Haushaltseinkommens vergeben werden.
- Mehr Chancengleichheit – statt Herausfiltern der Kinder nach Einkommen, Bildungsstand und Arbeitsverhältnis der Eltern: Überfällig sind dafür Schritte zu einer gemeinsamen Schule bis zum Alter von 14 Jahren. Außerdem will die AK bessere öffentliche Angebote zum Nachholen von Bildungsabschlüssen. Alle müssen eine zweite Chance auf weiterführende Bildung haben.
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