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Kaufkraft stärken, Wachstum fördern
Lohnerhöhungen müssen über das Ausmaß der Preissteigerung hinausgehen, wenn die im Vergleich zum Vorjahr höheren Produktionsergebnisse je Erwerbstätigem (Produktivität) nicht zur Gänze den Unternehmen als Gewinn geschenkt werden sollen. Nur eine Politik, die Löhne und Gehälter endlich als Kaufkraft, als Konsumnachfrage, begreift, wird nachhaltig die Konjunktur stabilisieren und die Arbeitslosigkeit senken.
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Die Arbeiterkammer OÖ fordert daher:
- Stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer/-innen am wachsenden Wohlstand durch an der Produktivität orientierte kräftige Reallohn- und Gehaltssteigerungen
- Mindestlohn von 1.000 Euro rasch und flächendeckend umsetzen
- Umsetzung gleicher Lohn für gleiche/gleichwertige Arbeit
- Öffentliche Aufträge an Erfolge betrieblicher Gleichstellung knüpfen
- Deutliche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen (z. B. Verdoppelung der Negativsteuer, also der "Steuergutschrift" für Kleinverdienende)
- Individueller Rechtsanspruch auf eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung mit hohen Qualitätsstandards und fairen Elternbeiträgen
- Qualifizierungsoffensive: mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik und Qualifizierung insbesondere von Frauen, Migranten/-innen, Jugendlichen und Älteren
- Arbeits- und sozialrechtlicher Schutz für "atypische" Beschäftigungsformen
- Bedarfsorientierte Mindestsicherung auf einem existenzsichernden Niveau
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