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Filmreihe Zukunft Umwelt  

2005: Zukunftsperspektive Arbeit II: Welt der Arbeitsmigration

Der globalisierte Arbeitsmarkt und die zunehmende Arbeitsmigration stehen im Mittelpunkt der neuen Dokumentationsreihe der AK-Bildung und Kultur.

Die Arbeitswelt der Immigranten/-innen ist vor allem die Saisonarbeit in der Landwirtschaft und der Gastronomie, die Kinder-, Kranken- und Altenbetreuung, der Bau oder die Fabrik. Migrationarbeit geht oft einher mit niedrigen und unqualifizierten Tätigkeiten und schlechten Arbeitsbedingungen. Den Einblick in der Arbeitswelt verschaffen uns die Filme:

Europas neue Sklaven, (D) 2004, 52 Min, Regie: Rolf Pflücke

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Zu der harten Erntearbeit in der intensiven spanischen Landwirtschaft sind heute kaum noch Spanier bereit. Quadratkilometerweit erstrecken sich die Plastikplanen, unter denen Tomaten, Gurken, Paprika und anderes Gemüse wächst, das wir so selbstverständlich zu sehr erschwinglichen Preisen das ganze Jahr in unseren Einkaufsmärkten finden. Unter der Hitze der Plastikplanen arbeiten Immigranten, Menschen ohne Papiere, für indiskutable Billiglöhne. Der Alltag in den Plantagen ist bestimmt von Rassismus und hierarchischen Strukturen.
Anschließend Diskussion mit Dieter Behr, Universität für Bodenkultur (Boku), Wien.

Gute Arbeit, (A) 2004, 54 Min, Regie: Karin Macher

Drei Frauen, drei Migrantinnen – drei Schicksale: Martina pendelt zur Erntesaison aus der Slowakei ins österreichische Marchfeld, um für einen Großbauernbetrieb zehn Stunden am Tag Spargel zu stechen; Julietha aus Namibia arbeitet in einem Berggasthof im Salzkammergut als Hotelgewerbeassistentin, d.h. Mädchen für alles. Giordana war Juristin in Bosnien, jetzt lebt und arbeitet sie als Reinigungskraft in einem modernen Großgemeindebau in Wien.
Karin Macher zeigt diese drei Frauen in ihren jeweiligen Lebensumständen, begreift ihre individuellen Geschichten als Phänomene eines wesentlich von Arbeitsmigration und Identitätssuche bestimmten Alltags im zeitgenössischen Dienstleistungssektor.
Anschließend Diskussion mit Regiesseurin Karin Macher.

Kapital: Mensch - das Geschäft mit der Arbeit, (D) 2004, 52 Min, Regie: Robert Cibis & Lilian Franck

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Die Arbeitnehmerwanderung hat eine neue Branche entstehen lassen: die private Arbeitsvermittlung. Sie handelt mit unserem wertvollsten Gut, der menschlichen Arbeitskraft. Drei Beispiele: In Colombo, Sri Lanka, weiß Chamila Alvis nicht mehr, wie sie ihre drei kleinen Kinder ernähren soll, in Sri Lanka gibt es keine Arbeit für sie. Sie geht also zu einer Agentur, die Billigarbeiterinnen nach Europa vermittelt.
In Magdeburg informieren sich unter Hunderten anderer arbeitsloser Bauarbeiter aus Ostdeutschland zwei Arbeiter auf einer Jobbörse über Jobs im Ausland. Eine junge Holländerin verspricht ihnen sehr gut bezahlte Arbeit in London. In New York vermittelt der Headhunter Jay Gaines ausschließlich Senior Positions, Berufe mit Gehältern ab 600.000 Dollar im Jahr.
Anschließend Diskussion mit Mümtaz Karakurt, migrare-Zentrum für MigrantInnen OÖ.

Mirabella – Sindelfingen, (D/I/DK) 2001, 54 Min, Regie: Andreas Pichler

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Mirabella, ein winziges Dorf auf Sizilien, ist die Heimat unzähliger Familien, die in den vergangenen 50 Jahren nach Deutschland aufgebrochen sind, um im Mercedeswerk Sindelfingen bei Stuttgart Arbeit zu finden.
Die Brücken hinter sich abgebrochen hat kaum jemand von ihnen, noch heute pendelt dreimal pro Woche ein Bus zwischen Deutschland und Sizilien.
Mirabella/Sindelfingen zeichnet ein sehr ambivalentes Bild dieser MigrantInnen-Community zwischen traditionellen Familienwerten und ökonomischen Zwängen, zwischen Heimatverlust und Identitätssuche.
Anschließend Diskussion mit Ana Martincevic, MigrantInnenberatung der AK OÖ.

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